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Flacher und leichter 

Der Neigung eines Daches bestimmt nicht nur, wie schnell Regen und Schnee abfließen können, sondern definiert auch die gesamte Optik und den Charakter eines Gebäudes. Steile Dachneigungen  von 60 Grad oder mehr sind zum Beispiel ein übliches Merkmal der Neugotik und tragen zu einem imposanten Eindruck bei, während sich viele Hausbauer heute eher für eine rechteckige Formgebung  entscheiden mit Dachneigungen von 45 Grad. In letzter Zeit haben Architekten sowohl von Wohngebäuden als auch von Nichtwohnraumgebäuden begonnen, sich eher für flacher geneigte  Dächer mit Dachneigungen zwischen 30 und 10 Grad zu entscheiden. 
 
Warum niedrige Fachneigungen?
 

Es gibt verschiedene Gründe für diesen Trend zu flacheren Dachneigungen.

 

Örtliche Planungsvorschriften schränken häufig die Firsthöhe neuer Gebäude ein, um sicherzustellen, dass sie sich nicht zu sehr von der umgebenden Architektur abheben oder diese überragen. Durch die Verringerung des Neigungswinkels können Architekten die Traufhöhe dieser Gebäude erhöhen. Das wiederum hat zur Folge,  dass die Deckenhöhen in den darunter liegenden Räumen erhöht werden können, wodurch sie sich lichter und geräumiger gestalten lassen. In einigen Fällen kann sogar eine zusätzliche Etage geschaffen werden, wodurch der Verkaufswert der Immobilie erheblich gesteigert wird.

 

Ästhetik ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Viele Architekten und Gebäudeeigentümerbevorzugen ein schlankes, minimalistisches Design gegenüber den traditionelleren Ansätzen. Bei einer geplanten Vergrößerung der Nutzfläche ziehen zudem viele Hauseigentümer ein flach geneigtes Steildach einem Flachdach vor, da dies die bestehende Formensprache des Gebäudes fortschreibt.

 

Das Reduzieren des Neigungswinkels eines Daches kann auch sein Gewicht verringern, da die mit Dachpfannen eingedeckte Fläche kleiner ist

 

Aspekte der Entwurfsplanung

 

Die größte Herausforderung  bei der Planung oder der Herstellung eines Daches mit niedriger Neigung ist, dass Regenwasser langsamer abfließt. Um das Eindringen von Feuchtigkeit in die Dachkonstruktion zu verhindern, ist  eine besonders sorgfältige Planung aller Details, insbesondere von Dachdurchdringungen für Belüftung und Entwässerung, erforderlich.

 

Aufgrund des erhöhten Risikos der Feuchteeindringung bieten nicht alle Hersteller Lösungen für flach geneigte Dachkonstruktion unter 30 Grad  an, und wenn, schreiben sie bei der Verlegung von Dachsteinen oder Dachziegeln den Einbau sogenannter Zusatzmaßnahmen vor. Erst diese aufwendigen zusätzlichen Dacharbeiten, die die Kosten der Dachherstellung erheblich erhöhen, können ein Dach regensicher oder wasserdicht machen.

 

Metallplatten bieten für diese Ansprüche oft eine einfachere und kostengünstigere Lösung. Die Platten werden normalerweise in langen Bahnen installiert, wodurch die Anzahl der Fugen reduziert wird. Ihre präzise Verbindung trägt dazu bei, eine dauerhafte  Abdichtung herzustellen 

 

Aufgrund der ihres geringen Gewichts eignen sich Metallplatten besonders gut für die Eindeckung bestehender, niedrig geneigter Dächer, bei denen die Dachstatik eine Leichtbauweise erfordert. . Darüber hinaus bieten sie eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Unsere Decra-Platten sind mit verschiedenen Oberflächen  erhältlich, die die Anmutung von  Ton, Beton und sogar Holz haben  können.

 

Renovierung eines Bungalows mit Decra-Pfannen

 

Erfahren Sie mehr über die Vorteile von Metallplatten

Ein Regenrückhaltesystem auf dem Dach

Seit Jahrhunderten verlassen wir uns auf Dächer, um uns vor Wind und Wetter zu schützen. Die fortschreitende Ausbreitung städtischer Gebiete und Klimaveränderungen führen jedoch zu häufiger auftretenden Überschwemmungendurch Oberflächenwasser. Das führt auch zu einem erweiterten Aufgabenbereich für unsere Dächer. Sogenannte “Blaue Dächer” bieten eine Möglichkeit, die Regenwasserableitung während eines Unwetters sorgfältig zu steuern. Das Wasser kann so gezielt über einen längeren Zeitraum abgelassen und Leben und Eigentum geschützt werden.
 

Risiko Regen


Überflutung durch Oberflächenwasser tritt auf, wenn Niederschläge so stark sind, dass Kanalisation und Bodenspeicher überlastet werden. Meteorologische Untersuchungen haben ergeben, dass in den kommenden Jahrzehnten infolge des Klimawandels große Unwetterereignisse häufiger werden. Gleichzeitig führt das Wachstum der städtischen und vorstädtischen Zersiedelung dazu, dass Land, in dem dieses Wasser einst gespeichert werden konnte, jetzt überbaut und versiegelt ist.  Wir müssen also davon ausgehen, dass das Auftreten solcher Ereignisse mit potentiell sehr kostspieligen Auswirkungen in den kommenden Jahren zunehmen wird.
 
Um dem entgegenzuwirken, fordern viele Behörden heute  ein Konzept für eine nachhaltige städtische Siedlungsentwässerung als Teil der Stadtentwicklungsplanung.. Es gibt eine Reihe von Optionen für ein nachhaltiges städtisches Entwässerungssystem. Sie reichen  von durchlässigem Straßenpflaster bis zur Nutzung von Grünflächen. Bei Gebäuden mit Flachdächern  kann die Integration eines “Blauen Daches” einen wichtigen Teil solcher nachhaltigen Entwässerungsstrategien bilden.
 

Blaue Dächer


"Blaue Dächer” sind als Regenwasserrückhaltesysteme  konzipiert und sorgen dafür, Regenwasser zu sammeln und es anschließend langsam über einen Zeitraum von 24 Stunden wieder abzugeben. Eine typische Konstruktion besteht aus einer Abdichtungsschicht, die über der üblichen Dampfsperre und Dämmung angebracht ist, gefolgt von einem Hohlraum, in dem das Wasser aufgefangenwerden kann. Dieser Hohlraum wird unter einem durchlässigen Substrat und einer obersten Schicht (in vielen Fällen einem Gründach) abgedeckt. Im Gegensatz zu normalen Flachdächern weisen “Blaue Dächer”oft nur einen geringen oder keinen Neigungswinkel auf. Sämtliche primären Entwässerungsstellen sind mit Durchflussbegrenzern ausgestattet, um die Geschwindigkeit zu steuern, mit der Wasser von der Oberfläche abfließen kann. 

 
Bei der Entwicklung dieser Funktionen sind eine Reihe von Faktoren zu berücksichtigen. . Es liegt auf der Hand, dass die Stauung großer Wassermengen auf dem Dach besondere Anforderungen an die Detailplanung und Ausführung der Dachdurchdringungen stellt. Diese Details und die Entwässerungspunkte müssen so ausgelegt sein, dass sie dem Wasserdruck eines ganzen Daches über mehrere Stunden standhalten. 
 
Darüber hinaus muss bei der Planung bereits beachtet werden, dass die Gebäudestatik für das zusätzliche Gewicht eines wasserspeicherndes Daches ausgelegt ist.  Es sollte auch darauf geachtet werden, dass umliegende Bäume, die während eines Unwetterereignisses möglicherweise die Abflussstellen blockieren könnten, zu pflegen und zurückzuschneiden sind. Außerdem muss eine Notentwässerung vorgesehen werden, um überschüssiges Wasser ableiten zu können, sobald die Wasser speichernde Oberfläche ihre maximale Kapazität erreicht. 
 
Um sicherzustellen, dass all diese Faktoren zuverlässig berücksichtigt und gehandhabt werden, ist es sinnvoll, bei der Planung und Spezifikation dieser Dächer einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen. BMI kann Sie unterstützen, die Planung und individuellen Anforderungen  eines “Blauen Daches” für Ihr Projekt zu konkretisieren und zu realisieren. So erhalten Sie eine qualitativ hochwertige Lösung, die um Ihr Gebäude herum das Risiko von Überschwemmungen  durch Oberflächenwasser reduziert.

Erfahren Sie, wie dasRegenwasserrückhaltesystem auf einem Flachdach zur Einrichtung eines selbstbewässernden Lebensraums am Hauptsitz von L'Oreal verwendet wurde.

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