Geringe Dachneigungen: Messen und Berechnen

Normalerweise denkt man bei einer Dachneigung von 7 Grad nicht daran, sein Dach mit Dachziegeln oder Dachsteinen einzudecken. Aber auch dafür hat BRAAS eine Lösung. Erfahren Sie im Folgenden mehr über dieses Thema.

In diesem Artikel erfahren Sie alles über:

  • was die Dachneigung eines Gebäudes ist und wovon sie abhängt

  • warum die Dachneigung wichtig ist

  • den Unterschied zwischen Flachdächern und geneigten Dächern

  • was die Mindestdachneigung ist

  • wie man die Dachneigung ermittelt

  • welchen Einfluss die Dachneigung auf die Dacheindeckung hat

Was ist die Dachneigung eines Gebäudes und wovon hängt sie ab?

Was ist die Dachneigung eines Gebäudes und wovon hängt sie ab?

Das Dach schützt das Gebäudeinnere vor Witterungseinflüssen. Die Form hängt weitgehend von der Form des Gebäudegrundrisses und den Wünschen des Bauherrn ab, aber auch von den gesetzlichen Bestimmungen und den klimatischen Bedingungen der jeweiligen Region. 

Ein wichtiger Parameter für das Dach ist die Dachneigung, definiert als der Winkel, der sich zwischen der Dachschräge und der Horizontalen ergibt. Dieser Indikator kann je nach Bedarf in Grad oder Prozenten ausgedrückt werden.

Messung eines Flach geneigten Daches. Die Dachneigung entspricht 11 Grad.

Rechtsvorschriften über das Dach und seine Neigung

Die in den Landesbauordnungen und örtlichen Bebauungsplänen enthaltenen Richtlinien für die Gestaltung von Dächern dienen dem Schutz einer bestimmten Bebauungsstruktur. Die Gemeinden können Merkmale wie die Form, die Neigung und die Farbe des Daches in einem Bebauungsplan festlegen. Diese Vorschriften stellen nicht nur Anforderungen an die Form und das äußere Erscheinungsbild von Dächern, sondern auch an die Konstruktion, den Brandschutz und die Wärmedämmung.

Den Leitlinien zufolge sollten Gebäude so konzipiert sein, dass sie keine Gefahr für die menschliche Gesundheit und Sicherheit darstellen. Insbesondere Tragfähigkeit und Standsicherheit sowie Schutz gegen die Einwirkungen von Umwelteinflüssen sind hier berücksichtigt. Planer, technische Betreuer und Bauunternehmer sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die beabsichtigte Nutzung ungehindert möglich ist.

Z. B. beziehen sich die Brandschutzrichtlinien auf die Sicherstellung des erforderlichen Sicherheitsniveaus für die Bewohner und die Möglichkeit einer wirksamen Evakuierung im Falle eines Notfalls, wie z. B. eines Brandes. Mehr zum Thema Brandschutz von Braas finden Sie hier

Darüber hinaus gibt es noch weitere Verordnungen, wie beispielsweise die Verordnung über die Anforderungen an die Wärmedämmung von Dächern. Hierbei geht es darum, den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken und den Umweltschutz zu fördern.

Warum ist Dachneigung wichtig?

Warum ist Dachneigung wichtig?

Die Dachneigung wirkt sich nicht nur auf das Gesamtbild des Gebäudes aus. Sie bestimmt auch die Effizienz der Ableitung von Regen- und Schneeschmelzwasser von der Dacheindeckung.

Aus der Sicht des Architekten hat der Neigungswinkel des Daches auch Auswirkungen auf:

  •  das Ausmaß der Schneelast,

  •  das Ausmaß der Windkräfte,

  • die Effizienz der Belüftung,

  • die Art des Dachmaterials, das im Hinblick auf die Regensicherheit verwendet werden kann.

Sehen Sie auch: Dachsystem für besten Schutz gegen Feuchtigkeit

Braas Dachstein für 7 Grad Dachneigung

Flachdächer und geneigte Dächer - Einteilung

Flachdächer und geneigte Dächer - Einteilung

Die Dachneigung ist eines der Hauptkriterien für die Einteilung von Dächern in Typen. Aus diesem Grund kann zwischen flach geneigten Dächern und Steildächern unterschieden werden. 

Obwohl es mehrere Definitionen von Flachdächern gibt, geht man in der Regel davon aus, dass ein Dach mit einer Neigung von bis zu 5-6 Grad als flach eingestuft werden kann. Dächer mit einer stärkeren Neigung gelten als geneigt. Hierbei gilt eine besondere Aufmerksamkeit der Ableitung des Regenwassers, da dies bei einer so geringen Dachneigung eine besondere Herausforderung darstellt. 

Eine Dachneigung von 10 Grad oder weniger gegenüber dem Erdboden erfordert besondere Lösungen, um die Funktion bzgl. Der Regensicherheit zu gewährleisten.

Mit dem BRAAS 7GRAD Dach ist die Eindeckung eines flach geneigten Daches schon ab 7° mit der Harzer Pfanne F+ möglich. Es ist das einzige Dachsystem, das eine sichere Dacheindeckung mit Dachsteinen bei einer Dachneigung zwischen 7° und 12° ermöglicht. Die patentierte, in den Dachstein-Körper eingelassene Regensperre verhindert zuverlässig Regen- und Tauwassereintrieb. Die weiteren Zubehörteile und Systemkomponenten sind ebenfalls bis ins kleinste Detail durchdacht und wurden im hauseigenen Windtunnel speziell für diesen Einsatz getestet und geprüft.

Ein flach geneigtes Dach mit Photovoltaik von Braas.

Was ist die Mindestdachneigung?

Auch ein als flach definiertes Dach sollte nicht gänzlich ohne Neigung sein. Eine solche Lösung würde verhindern, dass Regenwasser und Wasser aus der Schneeschmelze zu den Entwässerungselementen fließt. In der Praxis hat sich durchgesetzt, dass die Mindestneigung von 2 Grad nicht unterschritten werden sollte (flach geneigte Dächer haben in der Regel eine Dachneigung, die es ermöglicht, das Wasser in die an der Oberfläche befindlichen Abläufe zu leiten). Dennoch gibt es auch Flachdächer, die eine Neigung von 0° aufweisen, da es auch hier Lösungen gibt, die die Dichtheit des Daches dauerhaft sicherstellen können.

Wie ermittelt man die Dachneigung?

Um die Dachneigung zu ermitteln, markiert man an der Giebelwand eine horizontale Linie von 100 Zentimetern und misst den Abstand der beiden Enden von der Dachfläche. Rechnet man den Zahlenwert in einen Prozentsatz um, erhält man den Neigungswert für die betreffenden Daten.

Wer eine CAD-Software (virtuelles Zeichenbrett) verwendet, kann die Dachneigung an einem 2D- oder 3D-Modell leicht bestimmen, indem er die entsprechende Bemessungsoption auswählt. Die verfügbaren Optionen erlauben in der Regel die Angabe der Neigung in Grad oder in Prozent.

Dachneigung in Grad

Um die Dachneigung in Grad und den Prozentsatz der Neigung zu bestimmen, verwendet man die folgende Formel:

Neigung [0] = arctg (Neigung [%] / 100) x 180 / π

Eine alternative Lösung ist die Verwendung technischer Tabellen, die in der Literatur oder in den Unterlagen der Hersteller zu finden sind.

Dachneigung in Prozent

Um die prozentuale Dachneigung zu bestimmen, wenn Sie den Winkel in Grad kennen, wird die folgende Gleichung verwendet:

Neigung [%] = 100 x tg α [0].

Auch hier ist es möglich, die Dachneigung in Grad aus technischen Tabellen abzulesen.

Dachneigung und Dacheindeckung

Je geringer die Dachneigung ist, desto größer ist die Gefahr, dass Wasser in Form von Schlagregen, Schnee oder sogar Rückstau unter die Eindeckung gelangt. Zu beachten ist auch, dass bei einer geringen Neigung der Schnee nicht abrutscht, sondern bis zur vollständigen Auflösung auf dem Dach liegen bleibt.

Der Bau eines Flach- oder Steildaches ist nicht nur eine Frage der Ästhetik. Es ist eine Entscheidung, von der unter anderem auch die Wahl des Dachmaterials abhängt. Flachdächer müssen unabhängig von der Dachneigung immer wasserdicht sein. Steildächer (regensichere Dachdeckungen) können gemäß den anerkannten Regeln der Technik bis 10° Dachneigung ausgeführt werden. Sie sollten starken Regenfällen und dem Gewicht dicker Schneeschichten standhalten können. Steilere Dachneigungen begünstigen den Abfluss von Regenwasser.

Für die Verlegung von Dachziegeln oder Dachsteinen auf einem Dach mit geringer Neigung ist eine geeignete, sichere Systemlösung die beste Wahl. Entsprechend den Anforderungen von Planung und Ausführung bietet BRAAS mit dem 7GRAD Dach eine passende, sichere und langlebige Lösung an.

Das sagen unsere BMI Experten:

Wir sind sehr stolz auf unsere innovative und eigens entwickelte Lösung für flach geneigte Dächer ab 7°. Es ist eine Komplettlösung, die sich in unzähligen Testzyklen in unserem eigenen Testcenter in Heusenstamm bei Frankfurt in unserem Windkanal mehr als bewährt hat. Die patentierte, eingelassene Regensperre im Dachsteinkörper hält das Dach zusammen mit den anderen Systemteilen absolut dicht.

Dank der fortschrittlichen Lösungen müssen die Befürworter moderner Architektur und von Flachdächern nicht auf eine bewährte und zeitlose Dacheindeckung verzichten. 

Sehen Sie auch: Leistungsfähiges Unterdach

Neigungswinkel des Daches hat Auswirkungen auf:

  •  das Ausmaß der Schneelast,

  •  das Ausmaß der Windkräfte,

  • die Effizienz der Belüftung,

  • die Art des Dachmaterials.

Obwohl es mehrere Definitionen von Flachdächern gibt, geht man in der Regel davon aus, dass ein Dach mit einer Neigung von bis zu 5-6 Grad als flach eingestuft werden kann. Dächer mit einer stärkeren Neigung gelten als schräg. Hierbei gilt eine besondere Aufmerksamkeit der Ableitung des Regenwassers, da dies bei einer so geringen Dachneigung eine besondere Herausforderung darstellt.

Die meisten Hersteller empfehlen Dachsteine für Dächer erst ab einer Neigung von 16-45 Grad. Mit dem BRAAS 7GRAD Dach lassen sich erstmals auf flachen Neigungen zwischen 7 und 12 Grad auch Dachsteine verlegen.

Dank der fortschrittlichen Lösungen müssen die Befürworter moderner Architektur und von Flachdächern nicht auf eine bewährte und zeitlose Dacheindeckung verzichten. Darüber hinaus ist es nun möglich, dasselbe Dachpfannen-Modell auch für Dächer mit unterschiedlichen Neigungen zu verwenden (z. B. geneigte Hausdächer und fast flache Dächer über Garagen oder Gauben).

FAQ:

Wovon hängt die Dachneigung ab?

Die Form eines Daches und seine Neigung hängt weitgehend von der Form des Gebäudegrundrisses und den Wünschen des Bauherrn ab, aber auch von den gesetzlichen Bestimmungen und den klimatischen Bedingungen in der jeweiligen Umgebung. Solche Anforderungen werden vor allem in lokalen Bebauungsplänen vorgeschrieben.

Was bestimmen die lokalen Bebauungspläne bezüglich der Dächer und deren Neigung?

Die Gemeinden können Merkmale wie die Form, die Neigung und die Farbe des Daches in einem Bebauungsplan festlegen. Diese Vorschriften stellen nicht nur Anforderungen an die Form und das äußere Erscheinungsbild von Dächern, sondern auch an die Konstruktion, den Brandschutz und die Wärmedämmung.

Den Leitlinien zufolge sollten Gebäude so konzipiert sein, dass sie keine Gefahr für die menschliche Gesundheit und Sicherheit darstellen. Insbesondere Tragfähigkeit und Standsicherheit sowie Schutz gegen die Einwirkungen von Umwelteinflüssen sind hier berücksichtigt. Planer, technische Betreuer und Bauunternehmer sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die beabsichtigte Nutzung ungehindert möglich ist.

Wie berechnet man die Dachneigung?

Um die Dachneigung zu ermitteln, markieren Sie an der Giebelwand eine horizontale Linie von 100 Zentimetern und messen den Abstand der beiden Enden von der Dachfläche. Die Differenz zwischen diesen Messungen entspricht einer Dachneigung von 1 Meter.

Warum ist Dachneigung wichtig?

Je geringer die Dachneigung ist, desto größer ist die Gefahr, dass Wasser in Form von Schlagregen, Schnee oder sogar Rückstau unter die Eindeckung gelangt. Der Neigungswinkel des Daches hat Auswirkungen auf das Ausmaß der Schneelast, das Ausmaß der Windkräfte, die Effizienz der Belüftung, sowie die Art des Dachmaterials.

Sind Dachpfannen bei flach geneigten Dächern erlaubt?

Eine Dachneigung von 10 Grad oder weniger gegenüber dem Erdboden erfordert besondere Lösungen, um eine vollständige Dichtheit zu gewährleisten. Entsprechend den Anforderungen von Planung und Ausführung bieten manche Hersteller eine Reihe von Dachpfannen für die Verlegung auf Neigungen von 7 bis 12 Grad an. Ein Beispiel: Das  7GRAD Dach von BRAAS. Bei Dachneigungen von 16 Grad bietet BMI auch eine Reihe von Dachziegeln und Dachsteinen an.

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