Aktivkohle reinigt Abluft aus Bitumen-Verarbeitung

Bamberg, 02.11.2020:

Vedag investierte dafür rund 1,3 Millionen Euro am Standort Bamberg. Für den Rückgang der Geruchsbelästigungen gibt es noch weitere Gründe.

Bild Vedag Abluft-Filteranlage

Ein neuer Kamin im Vedag-Werk von BMI an der Geisfelder Straße trägt wesentlich zur Verbesserung der Luftqualität rund um den Bitumen-verarbeitenden Betrieb bei. Er ist das Schlussstück einer neuen Abluft-Filteranlage, die in den zurückliegenden Monaten auf dem Werksgelände installiert wurde. Inzwischen haben Messungen die Wirksamkeit der 1,3 Millionen Euro teuren Investition bestätigt. Kürzlich ließen sich Vertreter des städtischen Umweltamtes und wenig später auch der Bamberger Grünen das Projekt vor Ort erläutern. „In dieser Anlage werden alle Dämpfe, die bei der Bitumenverarbeitung entstehen, gefiltert. Sie hält somit auch wesentliche Geruchspartikel zurück“, erläuterte Werkleiter Bostjan Mursak.

Kernstück der Anlage, die auf 150 Quadratmetern neben einer Fertigungshalle errichtet wurde, sind zwei imposante Aktivkohlefilter. Von außen wirken sie wie hochkant aufgestellte Übersee-Container, in jedem von ihnen reinigen 15,6 Kubikmeter Aktivkohle die Abluft, die über dicke Stahlblech-Leitungen aus der angrenzenden Produktionshalle angesaugt wird. Sie ist gekoppelt mit einer neuen Zuführung von Frischluft in die Halle, was auch die Luftqualität direkt an der Produktionslinie nachhaltig verbessert. Für die Herstellung von Dachbahnen wird bei der Vedag Bitumen auf rund 180 Grad erhitzt, je nach Produktlinie mit unterschiedlichen Zusatzstoffen wie etwa Gummimehl vermengt und schließlich auf eine Trägerschicht aufgebracht. Insgesamt sind im Werk Bamberg rund 130 Mitarbeiter beschäftigt, davon 60 in der Produktion. Durch die kontinuierlichen Investitionen in den Standort konnte die Vedag in den letzten Jahre nicht nur die Arbeitsplätze sichern sondern auch weiter ausbauen. 

In punkto Luftreinigung war die 2012 installierte Abluft-Nachbehandlung an ihre Grenzen gestoßen, als vor einigen Jahren neue Rohstoffe und veränderte Rezepturen in die Produktion eingeführt wurden. Schon Anfang 2018 nahm Vedag das Thema in Angriff und prüfte verschiedene neue Verfahren der Abluftreinigung. Zudem wurde verschärft darauf geachtet, dass auch bei der Anlieferung des Bitumens keine Dämpfe entweichen. Großformatige Piktogramme informierten die oft ausländischen Lkw-Fahrer, eine Videoüberwachung sorgte für die nötige Disziplin. „Von Vorteil war auch, dass wir Ende 2018 die Produktion von Bitumen für den Straßenbau einstellten“, ergänzt Bostjan Mursak.

Die neue Hallenbelüftung wurde rund um den Jahreswechsel 2019/20 während der sechswöchigen Revision der Produktionsanlagen installiert. Anschließend begann die Montage der Aktivkohle-Filteranlage. Kritisch wurde es im Frühjahr, als die Corona-Pandemie alle Planungen in Frage stellte. Ein ausgefeiltes Baustellen-Management stellte damals Tag für Tag sicher, dass die Arbeiten weitergehen konnten. Dann musste ein belgisches Unternehmen Corona-bedingt die Arbeiten an der Anlage abbrechen. Ein Rohrbau-Unternehmen, das gerade an einem anderen Projekt im Werk arbeitete, übernahm auch diese Aufgabe kurzfristig.

Bild Werksbesuch im Vedag Werk

Ende April konnte die Anlage anlaufen. Nachdem die Feinabstimmungen abgeschlossen waren, zeigten detaillierte Messungen: Alle Werte der Abluft sind nun im „grünen Bereich“. Das bestätigte auch Vertreter des Umweltamts der Stadt bei ihrem Ortstermin Mitte Oktober: Seitdem die neue Anlage in Betrieb ist, sind dort keine Beschwerden über Geruchsbelästigungen eingegangen.

Der Vertreter von „Grünes Bamberg“ bewertete seinen Besuch als außerordentlich hilfreich. Stadtrat Andreas Eichenseher wies auf die Angebote der Stadtwerke Bamberg bei der Energie-, Wärme- und Kälteversorgung hin - insbesondere hinsichtlich der Dachflächenpotentiale für beispielsweise Photovoltaik-Contracting. „Einen ersten Kontakt hatten wir bereits“, so Werkleiter Mursak. „Die notwendigen Investitionen werden in den kommenden fünf Jahren auf unserer Agenda stehen.“

Sobald es die Corona-Lage zulässt, möchte Bostjan Mursak es auch erneut interessierten Bürgern ermöglichen, im Rahmen der Vhs-Werksführungen die Vedag von innen kennenzulernen.  „Wir konnten in diesem Rahmen bereits 2019 zahlreiche gute Gespräche führen.“

Über Vedag

Mit über 170-jähriger Tradition weist die Vedag GmbH als Hersteller von Abdichtungsbahnen aus Bitumen die längste Erfahrung in Deutschland auf und zählt heute zu den führenden deutschen Herstellern von Polymerbitumen- und Bitumenabdichtungsbahnen, Bautenschutzprodukten und Spezialbitumina. Persönliche Beratung, Unterstützung auf Wunsch und kundenorientierter Service von Dachexperten für Dachexperten ist das große Plus von Vedag. Das Unternehmen hat seinen Stammsitz in  Bamberg. Die Vedag GmbH ist ein Unternehmen der BMI Group.

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Dagmar Bohm

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