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Das denkmalgeschützte Hallengebäude mit seinem Wellendach aus fünf in Reihe angeordneten Bogendächern gehört zu den technischen Denkmälern des Aerodynamischen Parks. Nach einem Sturmschaden lag ein Bestandsaufbau aus Betonschale, Torfoleum als Dämmschicht, Ausgleichsestrich mit Drahteinlage und darüber der Schweißbahn vor.
Die abwechselnd konvexen und konkaven Dachflächen stellten erhöhte Anforderungen an Dämmung und Abdichtung. In den Kehlbereichen zwischen den Bogendächern war zusätzlich ein Gefälle herzustellen. Da die Kuppelgiebel keinen Attikaaufbau aufwiesen, war die zulässige Aufbauhöhe aus denkmalpflegerischer Sicht begrenzt, wodurch die Dämmstärke reduziert werden musste. Dies war energetisch unkritisch, da die Halle unbeheizt ist und die inneren Laboreinbauten durch eine Haus-in-Haus-Konstruktion mit eigener Klimahülle gefasst sind.
Die Ausführung übernahm Dachdeckermeister Michael Meister von der Olaf Eichner Dachservice GmbH. Als Dampfsperre kam Icopal Alu-Villatherm zum Einsatz. Die Elastomerbitumenbahn mit Aluminium-Verbundträger weist durch Blähglasgranulat aus Recyclingglas ein reduziertes Gewicht auf und erreicht eine hohe Abzugsfestigkeit, was zur Windsogsicherung des Dachschichtenpakets beiträgt. Die Bahn ist mit ZIP-System, beidseitig wärmeaktivierbaren Power-Therm-Streifen sowie Sicherheitsnaht ausgestattet.
Vor dem Hintergrund der besonderen Dachgeometrie wurde die Dämmung mit der Icopal Sicherheitsdämmbahn Polar-EPS ausgeführt. Die Sicherheitsdämmbahn kombiniert Dämmung und erste Abdichtungslage werkseitig. Die enge Segmentierung als Sonderanfertigung ermöglichte die Anpassung an die Wellenstruktur des Daches. Die aufkaschierte Elastomerbitumenbahn Polar bildete die erste Abdichtungslage, wodurch Dämmung und Abdichtung in einem Arbeitsgang verlegt werden konnten und das Dach unmittelbar wasserdicht war. Das unterseitige Therm-System sorgt für den Dampfdruckausgleich gemäß Flachdachrichtlinie.
In den Kehlbereichen kam eine Gefälle- und Niveauausgleichsschüttung aus Blähglasgranulat mit lösemittelfreiem PU-Binder zum Einsatz, der eine kurze Abbindezeit ermöglicht und die Fläche rasch begehbar macht.
Als obere Abdichtungslage wurde Icopal Eco-Activ eingesetzt. Die Elastomerbitumenbahn verfügt über eine Rillen-Vario-Unterseite für eine energiesparende, vollflächige und homogene Verschweißung sowie über FireSmart-Brandschutztechnologie. Der bestreuungsfreie Querstoß ermöglicht die sichere Ausbildung der Kopfstöße. Die oberseitige, katalytisch wirkende Noxite-Bestreuung wandelt Stickoxide in Nitrat-Ionen um und reduziert damit die Stickoxidkonzentration in der Luft. Damit leistet die Abdichtung einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität im städtischen Raum. Eco-Activ ist für Neubau und Sanierung vorgesehen und für die Instandsetzung von Bitumenabdichtungen gemäß Flachdachrichtlinie (FDRL) und DIN 18531 geeignet.
Mit der Sanierung des Wellendachs wurde die bauliche Substanz des Motorenhöhenprüfstands erhalten und zugleich eine funktionssichere Dachkonstruktion geschaffen. Der neue Dachaufbau berücksichtigt die besondere Geometrie des Bauwerks und ermöglicht die weitere Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes. Bereits während der Ausführung sorgte die erste Abdichtungslage für einen unmittelbaren Witterungsschutz.
Objekt: Motorenhöhenprüfstand (MHP), Institut für Physik der Humboldt-Universität, Aerodynamischer Park, Berlin Adlershof
Projekt: Sanierung eines Flachdachs mit Wellendachgeometrie
Ausführung: Olaf Eichner Dachservice GmbH (Berlin), Bauleitung Michael Meister
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