Fallstudien

Schlossalmbahn Bad Hofgastein

Das neue Gebäude der Schlossalmbahn im Salzburger Gasteiner Tal brilliert mit moderner Architektur und optischen Akzenten sowie mit intelligenter Funktionalität und Infrastruktur. Auf den weitläufigen Flachdächern des State-of-the-art-Objekts wurden hochwertige Bitumenbahnen von BMI Villas verlegt.
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Neue, spacige Talstation der neuen Schlossalmbahn Bad Hofgastein mit Beleuchtung am Abend

Insgesamt 85 Millionen haben die Gasteiner Bergbahnen für die Modernisierung des Skigebietes Schlossalm im Zeitraum 2016 bis 2020 budgetiert. Das wesentliche Bauvorhaben dabei war die neue Schlossalmbahn mit ihrer multifunktionalen Talstation, die seit Anfang Dezember 2018 in Betrieb ist. Dank der neuen Gondelbahn mit Kabinen für bis zu 10 Personen wurde die Förderkapazität pro Stunde von 1.400 Personen auf 3.000 Personen mehr als verdoppelt – Wartezeiten gehören damit der Vergangenheit an. Außerdem fällt das Umsteigen bei der Mittelstation weg und die neue Devise heißt „non stop to the top“.

 

Aber das Gebäude ist viel mehr als nur die Talstation eines Skigebiets, denn das Projekt der Architekten Innerhofer oder Innerhofer aus Saalfelden überzeugt sowohl mit durchdachter Funktionalität als auch mit optischer Extravaganz. Als Baumaterialien wurden Sichtbeton und Aluminium-Verbundplatten („Alucobond“) verwendet. Zudem wurden alle Fassaden durch Glasflächen aufgelöst und transparent gehalten.

Die Farbgebung ist mit orangen Akzenten lebensbejahend und positiv. „Schließlich soll Wintersport ja Spaß machen“, erläutern die Planer, die durch spezielle Fensterflächen auch einen Einblick in die technischen Anlagen der Einseilumlaufbahn ermöglichen.

 

Infrastruktur auf höchstem Niveau

In dem top-modernen Gebäude befinden sich neben dem Kabinenbahnhof mit Logistikräumen und dem neuen Parkhaus auch alle wichtigen Anlaufstellen: Sportshop, Skischule, Restaurant, Skiverleih und Skidepot. Die Personenströme innerhalb der Talstation werden über einen zentralen überdachten Innenhof verteilt. In unmittelbarer Nähe wurde auch der neue Busbahnhof errichtet. Von dort erreicht man die Gondelbahn – ebenso wie vom Parkplatz und Parkhaus aus – über Rolltreppen. Skifahrer, die vom Berg kommen, fahren direkt von der Piste über die Überführung der Bundesstraße in das Zwischengeschoss der Talstation und gelangen von dort über eine Rolltreppe zum Drehkreuz. So gelangt man ohne Umwege direkt zur Gondel und kann sofort wieder nach oben losstarten.

 

Dem Konzept der kurzen Wege wurde sowieso viel Beachtung geschenkt. So führt nun von der Talstation eine neue Flaniermeile mitten in den Ortskern von Bad Hofgastein. Fast alle Hotels im Ort sind in einem Radius von weniger als einem Kilometer entfernt. Auch der fließende und ruhende Verkehr wurden völlig neu geregelt, so wurde z. B. die Einfahrt „Bad Hofgastein Mitte“ über einen Kreisverkehr neu erschlossen. 

 

Bei der Planung der Stationsgebäude wurde außerdem größter Wert auf nachhaltige Energienutzung gelegt. Bis zu 90 Prozent des Gesamtenergiebedarfs für Heizung und Warmwasserbereitung im Talstationsbereich werden durch Sonnenenergie gewonnen. Die solare Großanlage mit einer Kollektorfläche im Ausmaß von 120 Quadratmetern speist verschiedene Warmwasser-Pufferspeicher, die unterhalb des Parkdecks und der Talstation angelegt sind. Die hier im Sommer gespeicherte Energie kann dann im Winter über Wärmepumpen ganz einfach „aktiviert“ werden.

 

Weitläufige Flachdachflächen

Die neue Talstation hat zwei große Dachflächen: eine auf dem Parkhaus und eine auf dem Hauptgebäude, wobei zweitere durch das Überbauen mit einer Alucobond-Fassade einen besonders spacigen Eindruck vermittelt. Für die Abdichtungslösungen dieser beiden weitläufigen Flachdachflächen kamen insgesamt sechs verschiedene Bitumenbahnen von BMI Villas zum Einsatz – die genaue Auflistung der einzelnen Produkte findet sich in der Infobox „Facts“.

 

Eine dieser hochwertigen Bahnen sei an dieser Stelle herausgegriffen: die elastifizierte Dampfsperre Elastovill ALGV-45 E, die im Zuge des Schlossalmbahn-Projekts insgesamt auf einer Fläche von über 8.000 Quadratmeter geflämmt wurde. Diese Bahn punktet mit einer Glasvlies-Einlage und einem Aluminium-Kombiträger sowie einer beidseitigen, kälteflexiblen Elastomerbitumen-Beschichtung, weshalb sie besonders für die kältere Jahreszeit geeignet ist. Elastovill ALGV-45 E ist oberseitig fein abgestreut und unterseitig mit einer Schnellschweissfolie kaschiert. Sie kann sowohl lose aufgelegt und mechanisch befestigt als auch punktweise, streifenweise oder vollflächig auf dem Untergrund verklebt werden.

Facts

Auftraggeber | Bauherr: Gasteiner Bergbahnen AG
Architekt: Innerhofer oder Innerhofer, Saalfelden
Dachtechnik: Dachdeckerei & Spenglerei Karl Mayr GmbH & Co, Saalfelden

Standort: 5630 Bad Hofgastein, Weinetsberg 26
Baujahr | Fertigstellung: 2017 - 2018
Abgedichtete Fläche: ca. 14.000 m²
Verwendete Villas Produkte | Systeme: Pormex-Rapid, Elastovill ALGV-45 E, Elastovill E-KV-4, Villaself E-4 SK-SI, Elastovill E-KV-5, Elastovill E-KV-5 S, Villaself SU, Villas BSM 6, Geodren PEIT Trenn- und Schutzvlies