Turnsaal und Musikvereinshaus Kirchberg

Die Gemeinde Kirchberg am Wagram verbindet zwei Themen unter einem Dach: Turnsaal für die Schule und Proberaum für den Musikverein. Entstanden ist ein Gebäude nach modernsten architektonischen und klimatechnischen Standards. Bei dem Projekt kamen so viele unterschiedliche BMI-Produkte zum Einsatz wie selten zuvor –neben einer Photovoltaik-Anlage auch sämtliche Abdichtungen vom Keller bis zum Dach.
modernes Flachdach bei Turnsaal und Musikvereinshaus mit Parkplatz, alles unter einem Dach mit grauen Haus Fassade
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Es waren zwei Wünsche, die hier in Erfüllung gingen. Einerseits benötigte man einen neuen Turnsaal sowie einen Platz für die Nachmittagsbetreuung der Neuen Mittelschule. Andererseits suchte die örtliche Blasmusikkapelle schon seit längerem einen angemessenen Raum für ihre Proben. Daher wurde beschlossen, die alte Turnhalle neben der Schule abzureißen und an gleicher Stelle einen multifunktionalen Bau zu errichten.
Für die Planung und Gestaltung des Projekts waren die Laurenz Vogel Architekten als Sieger eines Architekturwettbewerbs hervorgegangen. Neben der innovativen Ästhetik überzeugten die Jury vor allem die Vereinigung der verschiedenen Interessen sowie die wirtschaftliche und ökologische Komponente der Holzriegelkonstruktion.

Zwei Nutzungen, zwei Zugänge, ein Guss

„Trotz der divergierenden Nutzung, und den damit einhergehenden Anforderungen, ist es ein Baukörper aus einem Guss“, erklären die Laurenz Vogel Architekten zum Konzept. „Die Ausformulierung des Neubaus passierte unter Rücksichtnahme der bestehenden Bebauungsstruktur, der Eingriff in den Baugrund wurde minimal gehalten, was der Wirtschaftlichkeit des Gebäudes entgegenkommt.“
Entstanden ist ein dreigeschossiges Gebäude, das unmittelbar an die vorhandene Schule anschließt. „Beide Nutzungen – Schule (Turnen und Nachmittagsbetreuung) und Musikerheim – bleiben trotz der kompakten Bauform voneinander unabhängig und sind über getrennte Zugänge erschlossen. Als Schnittstelle und verbindendes Element zwischen Alt und Neu gilt ein zweigeschossiger Baukörper, in dem sich auch der Zugang zur Nachmittagsbetreuung und zum Turnsaal befindet.“ Für den Zugang zum Musikerheim wurde eine überdachte Rampe errichtet, die in einem einladenden Foyer mündet.

Hohe ökologische Standards

Was das Konzept so zukunftsfit macht, ist der besondere Fokus auf Bauteil-Lebenszyklen und langlebige Materialien. So setzten die Architekten durchwegs auf „öko logisch nachhaltige, einfach zu pflegende und beständige Materialien“. Für die Gesamtausrichtung des Gebäudes wurden 915 von 1.000 möglichen „klimaaktiv-Punkten“ erreicht, was den Qualitätsstandard „Gold“ des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie bedeutet.

Auch für BMI Österreich stellt dieses Projekt eine einmalige Verbindung aus den verschiedensten Produktkategorien dar. So wurde sowohl die Bauwerksabdichtung des Kellers als auch des Dachs mit Systemlösungen von BMI Villas umgesetzt. Zudem wurde eine BMI PhotovoltaikAufdach-Anlage realisiert. Für sämtliche Dacharbeiten inklusive PV-Anlage war die Firma Marecek verantwortlich. „Es war auch für uns eine neue Erfahrung, dass wir ein ganzes Projekt mit dem Komplettpaket eines Herstellers ausgeführt haben“, erklärt Geschäftsführer Thomas Marecek, der den Familienbetrieb aus Kirchberg am Wagram in dritter Generation führt. „Das hat natürlich den Vorteil, dass alles aus einer Hand kommt, was die Abstimmung der einzelnen Komponenten erleichtert.“

Was Marecek noch wichtig war: „Dass BMI von der Produktseite von Beginn an in die Planung und Umsetzung involviert war. Die Unterstützung hat hier im gesamten Prozess tadellos gepasst. Immer wenn wir Fragen hatten oder spezielle Lösungen suchten, stand uns ein Experte zur Verfügung.“ Eine der Herausforderung bei dem Objekt sei etwa die Holzriegelkonstruktion gewesen: „Da muss man beim Flämmen und generell beim Verarbeiten natürlich sehr vorsichtig sein.“

Facts

Auftraggeber | Bauherr: Gemeinde Kirchberg am Wagram
Architekt | Planer: Laurenz Vogel Architekten, Kirchberg am Wagram
Dach- und Abdichtungstechnik: Marecek GmbH, Kirchberg am Wagram; ISOBIT KG, Korneuburg
Standort: 3470 Kirchberg am Wagram, Auf der Schanz 5
Baujahr | Fertigstellung: 2021
Abgedichtete Fläche: 1.100m2
Verwendete Produkte | Systeme: Villaverde WS-I-5S (Obere Lage beschiefert);
Villaself E-4 SK wf (Erste Abdichtungslage selbstklebend); Vedagard Safety blank (Dampfsperrbahn)

Dämmung: Thermazone EPS W25 plus (ca. 570 m² Hauptdach, Nebenfläche 29 m²)
und Thermazone EPS W30 (Atrium ca. 15 m²) mit Teroson EF TK 395 Dämmplattenkleber verklebt

Dachentwässerung & Dachlüftung: Performa Drain | Performa Vent; Detailanschlüsse mit Flüssigkunststoff: Sealoflex Endura 2K; Bauwerksabdichtung: Hydrostop S4; Photovoltaik-Aufdach-Anlage; Drill-Tec Flachdachbefestiger


TOP-Produkte für alle Lagen

Für das Dach kamen die absoluten Top-Abdichtungsbahnen von BMI Villas zum Einsatz – für jede Lage von der Dampfsperre bis zur wurzelfesten Oberlage (genaue Produktauflistung siehe Kasten). Zusätzlich wurde auch die hochwertige Wärmedämmung Villas Thermazone EPS Plus bereitgestellt.

Außerdem wurde bei allen Detailabschlüssen die Flüssigabdichtung BMI Sealoflex, die in mehreren Schichten aufgetragen wird, verwendet. Dieses einzigartige und leicht zu verarbeitende Produkt ist in Österreich noch recht neu am Markt, zählt aber im europäischen Raum seit vielen Jahren zum Standard für Projekte verschiedenster Art. Für das Objekt Turnsaal und Musikerheim in Kirchberg am Wagram wurde das System Sealoflex Endura gewählt.

Sonnenstrom, Belüftung, Entwässerung

Damit der klimaaktiv-Goldstandard des Gebäudes erfüllt wird, hat auch die BMI PV-Aufdach-Anlage einen wert vollen Anteil. Die insgesamt 81 Module mit je 370 Watt Leistung versorgen die gesamte Infrastruktur mit Strom.

Ebenfalls von BMI kamen die Bitumenbahnen für die Bauwerksabdichtung im Keller und Erdgeschossbereich, die von der Firma Isobit aus Korneuburg ausgeführt wurde. „Da es sich um den Anschluss an ein Bestandsgebäude handelt, haben wir auf Vorschlag von BMI die hochwertige Abdichtungsbahn Hydrostop S4 von Villas verwendet“, erklärt Almir Rizvanovik, Geschäftsführer von Isobit. „Wir haben diese Bahn zuvor eigentlich kaum eingesetzt. Aber wie mir unsere Mitarbeiter auf der Baustelle mitgeteilt haben, lässt sie sich viel zielgerichteter verarbeiten und ist qualitativ einfach das bessere Produkt als eine Standardabdichtung. Wir werden den Bauträgern daher bei künftigen Projekten mittlerer Größe vorschlagen, dass sie sich für die Hydrostop S4 entscheiden sollen.“

Ein weiterer großer Baustein, den BMI für dieses Projekt geliefert hat, ist die gesamte Entwässerungs- als auch Lüftungslösung. Dafür wurden die bewährten Systeme Performa Drain und Performa Vent mit sämtlichen dazugehörigen Komponenten verbaut.

Volle Grantee und ein Blick in die Zukunft

Für die Gemeinde Kirchberg am Wagram ergibt sich durch die Wahl des Komplettpakets von BMI Österreich der Vorteil, dass sämtliche Produkt- und Systemgarantien in vollem Umfang zur Geltung kommen. Zudem steht BMI weiterhin mit seinem Experten-Team für Unterstützung und Beratung bereit.

Darüber hinaus kann in Zukunft ein weiteres, erfolgreiches System von BMI installiert werden, wie Dachverarbeiter Thomas Marecek erklärt: „Wir haben bereits die Vorrichtung für die BMI Feuchtesensoren angebracht und die entsprechenden Dämmzylinder eingebaut.“ Diese innovative technische Lösung ermöglicht es, die Feuchtigkeit in der Dachstruktur permanent zu messen und somit Feuchteschäden frühzeitig zu erkennen. Damit wäre das Rundum-Paket von BMI Österreich dann vollständig.

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