MQ Libelle

Das Wiener MuseumsQuartier ist ein Ort der Kultur und Begegnung. Mit der MQ Libelle am Dach des Leopold Museums wurde ein weiterer architektonischer Meilenstein gesetzt. Der verspielte Pavillon und die Terrasse mit sensationellem Blick auf die historische Umgebung profitieren auch von der professionellen Abdichtung mit den vielfältigen Produkten von BMI Villas.
beleuchtete Dachterrasse der MC Libelle und Gebäude mit langer Glasfront dahinter
Artikel teilen:

Das Dach der Libelle

Es ist einfach eine bezaubernde Aussicht auf die Nachbarschaft von dieser mehrstufigen Terrassenlandschaft aus. Zur Linken liegt das Areal des MuseumsQuartiers (MQ) mit dem im Sommer belebten Innenhof, der Kunsthalle und dem mumok (Museum moderner Kunst). Von der Mitte aus sieht man auf das Naturhistorische und rechts davon das Kunsthistorische Museum. Und noch einen Blick weiter dahinter thront die kaiserliche Hofburg-Anlage.

Die MQ Libelle auf dem Dach des Leopold Museums ist aber keine reine Ausflugsterrasse, die bis in die frühen Nachtstunden frei zugänglich ist und auch einen Kiosk beherbergt. Vielmehr werden hier herausragende künstlerische Arbeiten miteinander verbunden. In erster Linie einmal das namensgebende ikonische Baukunstwerk der Architekten Ortner & Ortner Baukunst. „Luftig wie eine Libelle schwebt der neue Pavillon mit seinen Flügeln über dem steinernen Kubus des Leopold Museums“, heißt es von Seiten des Architekturbüros. „Der Pavillon bietet Platz für Veranstaltungen und Präsentationen. Gleich einem Stadtsalon in festlicher Form regt die MQ Libelle an zum Austausch von Meinungen und Ideen.“

Millionen flirrende weiße Punkte

Ein künstlerisches Highlight ist auch die Fassade des Pavillons, die von der Künstlerin Eva Schlegel unter dem Titel „veiled“ gestaltet wurde. „2,4 Millionen Punkte formen flirrend die Ummantelung der Fassade der MQ Libelle am Leopold Museum, bilden den Sonnenschutz wie ein Seidentuch, gelegt in weiche Falten“, erklärt Schlegel dazu. „Trotzdem bleibt der Glaspavillon leicht und transparent, und ermöglicht den Blick über die Stadt. Von außen überziehen die handgroßen, spitzen Glaskegel die Fassade und geben der MQ Libelle einen glitzernden, wehrhaften Charakter.“

Ein nicht minderer Glanzpunkt sind die drei „Lichtkreise“ von Brigitte Kowanz, „die ein skulpturales Licht-Environment, eine atmosphärische Landschaft über den Dächern Wiens bilden“, so die Künstlerin. „Auf schräg gestellten Stützen gelagert, scheinen sie über der Terrasse zu schweben“, fügen Ortner & Ortner dem hinzu. „Form, Größe und Anordnung basieren auf dem Grundriss der Libelle, dem drei Kreise eingeschrieben sind. Bei Tag und bei Nacht erscheinen die Lichtkreise unterschiedlich, tagsüber tritt die skulpturale Seite in den Vordergrund.“

Mannigfaltige Dach- und Abdichtungslösungen

Damit die bautechnischen Sicherheits- und Komfortstandards für dieses Ensemble an beeindruckenden Kunstwerken und für das darunter liegende Leopold Museum erfüllt wurden, zeichnet sich auch BMI Villas verantwortlich: ob für die großflächigen Abdichtungen der insgesamt drei Terrassen-Ebenen, ob für die oberste Geschoßdecke auf dem Pavillon oder für das Flachdach über dem Stiegenhaus. Zusätzlich mussten auch senkrechte Abdichtungen verwirklicht werden.

Um den vielfältigen architektonischen Anforderungen gerecht zu werden, kamen sowohl Warm- als auch Umkehrdächer zum Einsatz, einige davon mit beschieferten Bitumenbahnen als oberste Lage. Rund um die Bauarbeiten an der MQ Libelle, welche die erste große Erweiterung des MuseumsQuartier Areals seit der Eröffnung im Jahr 2001 darstellt, fand auch die Sanierung des bestehenden Flachdachs auf dem Leopold Museum statt. 

Breites Produktspektrum von BMI Villas

Um alle Dach- und Abdichtungslösungen auf höchstem Niveau zu garantieren, wurde auf ein breites Sortiment an BMI Villas Qualitätsprodukten zurückgegriffen. Der bituminöse Voranstrich für alle oben genannten Bereiche ist Villas Emulbit, eine lösungsmittelfreie und daher sehr umweltfreundliche Emulsion. Als darüber liegende Dampfsperrbahn wurde die Villas Elastovill ALGV-45 E geflämmt. Diese ist oberseitig fein abgestreut und unterseitig mit einer Schnellschweissfolie kaschiert. Die Bahn besteht aus einer Glasvlieseinlage, einem Aluminium-Kombiträger und einer beidseitigen Elastomerbitumen-Beschichtung. 

Weiters wurde die Villlaself SKB-Plus als hochwertigere Dampfsperre verwendet. Diese kaltselbstklebende Elastomerbitumenbahn mit Aluminium-Kombieinlage erlaubt eine saubere, schnelle Verlegung ohne Flamme auf Beton- und Holzuntergründen. Außerdem ist sie äußerst perforationsfest.

Als eines der zentralen und bestimmenden Produkte hat sich auch bei der MQ Libelle einmal mehr Villas Elastovill E-KV-5 erwiesen. Diese Elastomerbitumen-Flämmbahn mit Polyestervlies-Trägereinlage wurde am Hauptdach des Leopold Museums zweilagig und am Flachdach oberhalb des Stiegenhauses als oberste Lage in der beschieferten Version verlegt. Bei Letzterem kam als Unterlage die kaltselbstklebende Polymerbitumenbahn Villaself E-4 SK-SI zum Einsatz, die eine Sicherheitsnaht mit spezieller Fügetechnik zur sicheren Nahtschließung (CutLines) aufweist.

Dolomitgraue Beschieferung am Pavillon-Dach

Für die Geschoßdecke des Pavillons wurde Villatop DUO Dolomitgrau als frei bewitterte Oberlage verwendet. Die helle Schieferabstreuung verringert die Oberflächentemperatur und somit auch die thermische Alterung. Zudem verfügt die Bahn über eine bewegungsausgleichende, kälteflexible Elastomerbitumen-Deckmasse unterhalb des Trägers und eine besonders UV-beständige Plastomerbitumen-Deckmasse oberhalb des Trägers. Die Unterlagsbahn am Pavillon-Dach ist die kaltselbstklebende Polymerbitumen Villaself SU-SI (mit Sicherheitsnaht).

7,5 Millionen Euro Investition in Kultur und Erlebnis

Die Kosten für den Bau der „MQ Libelle“ betrugen insgesamt 7,5 Millionen Euro, wovon die Hälfte aus Eigenmitteln des MQ stammt und die andere Hälfte mit zukünftigen Mieteinnahmen abgedeckt wird. Der Pavillon und auch die Terrassen-Anlagen werden für Veranstaltungen vermietet und stehen somit auch für Kunst- und Kulturprojekte bereit.

Bei der Eröffnung der MQ Libelle im Sommer 2020 zeigte sich der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig überaus beeindruckt: „Ich bin davon überzeugt, dass sie in kürzester Zeit zu den Top-Veranstaltungsplätzen unserer Stadt zählen wird. Darüber hinaus ist sie ein sichtbares Zeichen einer gelungenen Kooperation zwischen Stadt und Bund.“

Auch MuseumsQuartier-Direktor Christian Strasser ist klarerweise besonders angetan von diesem einzigartigen Projekt mitten in der Stadt: „Der Ausblick ist pure Magie. Ich lade Sie ein, sich von dieser einmaligen Atmosphäre inspirieren zu lassen und von der MQ Libelle alles aus einer neuen Perspektive zu erleben!“ Dem bleibt nichts mehr hinzuzufügen, außer einem freundlich zustimmenden Nicken.

Artikel teilen: